Online Marketing

Crossdomain-Tracking in Google Analytics einrichten

Ihr kennt es sicher aus eurem Online-Marketing-Alltag: Es wird eine hübsche Microsite oder aufwändige Kampagnenseite unter einer neuen URL erstellt. Der Traffic wird mit viel Aufwand und Budget auf diese Seite gelenkt. Es wird ein eigenes Tracking eingerichtet und wir sehen, dass 1.000 Besucher zu dieser Seite kamen und sich im Schnitt 3 Minuten und 23 Sekunden dort aufhalten. Nur haben die Besucher dann auch auf den großen roten Button geklickt, sind zu eurem Webshop gelangt und haben das beworbene Produkt tatsächlich gekauft?

Das lässt sich nur schwer sagen.Schickt ihr Besucher nämlich von einer zu einer anderen Domain, geht die Surfhistorie des Nutzers verloren.

Ein Praxisbeispiel

Die Firma X verkauft Blumentöpfe. Zur Frühjahrssaison launcht Sie die Microsite Blumentopfberater, auf der man sich interaktiv beraten lassen und zu seinem Wunschblumentopf finden kann. Ist der richtige Blumentopf gefunden, wird man zum Blumentopfshop weitergeleitet.

Ein Beispiel für Domainübergreifendes Tracking
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Damit der Blumentopfberater auch so richtig genutzt wird, schaltet die Firma Werbung: Auf Facebook und über Google Adwords.

Die Auswertung der Landingpage mit Google Analytics zeigt nun, wie viele Besucher über die Werbung über Facebook und Adwords zum Blumentopfberater kamen:

300 Besucher über Facebook
200 Besucher über Google Adwords

Aber wer davon hat jetzt gekauft und welcher Kanal war effektiver?

Das kann man nicht direkt sehen, denn beim Wechsel von der Domain blumentopfberater.xyz zum blumentopfshop.xyz wechselt der Besucher die Domain – seine Surfhistorie geht damit verloren!

Eine kleine Abhilfe gibt es: Im Google-Analytics-Konto des Blumentopfshops kann man sich nun alle Besucher anschauen, die von der Quelle Blumentopfberater an den Shop weitergeleitet wurden (sogenannte Referrals von blumentopfberater.xyz): Nun wird klar, dass es 10 Verkäufe und 100 Besucher über den Blumentopfberater gab.

Waren die 10 Käufer aber nun Kunden, die über Facebook oder Google Adwords akquiriert wurden? Das lässt sich leider nicht mehr sagen – und deshalb benötigen wir ein domainübergreifendes Tracking.

Tracking einrichten mit Google Analytics: Die Grundlagen

In der Google-Hilfe gibt es eine Anleitung für domainübergreifendes Tracking, allerdings ist dieses bisher recht knapp gehalten und wenig bebildert. Da die Einrichtung heikel ist, da ihr euch damit schnell eure Analytics-Daten verunreinigen könnt, habe ich hier meine Einrichtung dokumentiert.

Als Beispiel verbinde ich meine eigenen Domains japanliteratur.net und krempin.it, wobei japanliteratur.net die primäre Domain mit einer Datenproperty ist, die ich nun auch für krempin.it öffne. Oder verständlicher: Dem Google-Analytics-Konto von japanliteratur.net wird die Domain krempin.it hinzugefügt.

Die Einrichtung erfolgt in diesen Schritten:

  1. Trackingcode erweitern
  2. Ausschluss der sekundären Domain hinzufügen
  3. Ausschluss der sekundären Domain testen
  4. Filter für abolsute URLs anlegen
  5. Filter für abolsute URLs testen
  6. Conversion-Tracking anpassen
  7. Weitere Filter anpassen

1. Trackingcode erweitern

Als erstes müsst ihr den bestehenden Trackingcode erweitern. Die beste Anleitung hierzu hat Google selbst. Bei mir sieht die Erweiterung dann für die beiden Domains jeweils so aus:

Für den Code bei japanliteratur.net

  ga('create', 'UA-XXXXXXX', 'auto', {'allowLinker': true});
  ga('require', 'linker');
  ga('linker:autoLink', ['krempin.it'] );

Für den Code bei krempin.it

  ga('create', 'UA-XXXXXXX', 'auto', {'allowLinker': true});
  ga('require', 'linker');
  ga('linker:autoLink', ['japanliteratur.net'] );

2. Ausschluss der sekundären Domain hinzufügen

Nach dieser Codeerweiterung wird sich in euren Daten aber noch nichts verändern. Damit das Tracking funktioniert, müsst ihr zunächst die sekundäre Domain aus den Verweisen ausschließen. Standardmäßig ist der Verweis nur für die primäre Domain eingerichtet. Solange die sekundäre Domain nicht ausgeschlossen wird, behandelt Google sie deshalb weiterhin als Verweisdomain und kann die Benutzerprofile der beiden Seiten nicht verbinden.

Zu den ausgeschlossenen Domainds gelangt ihr über Verwaltung -> Property -> Tracking-Informationen -> Verweis-Ausschlussliste


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Hier gebt ihr dann einfach die sekundäre Domain (ohne http und www) ein:


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3. Ein erster Test

Um zu testen, ob die Einrichtung des Trackingcodes funktioniet hat, solltet ihr

  1. Überprüfen, ob der Code im Quelltext vorhanden ist
  2. In Google Analytics im Menüpunkt „Echtzeit“ das Recording testen:

Ruft dazu eine beliebige Unterseite auf der einen und eine weitere Unterseite auf der anderen Domain auf. Nun müssten wie im Screenshot unten beide Seiten angezeigt werden – in diesem Beispiel ist das einmal http://japanliteratur.net/kanji-flashcards-von-white-rabbit-press/ (primäre Domain) und einmal http://krempin.it/mehr-traffic-mit-pdf-leseproben/ (sekundäre Domain).


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Wichtig außerdem: Die sekundäre Domain darf nicht mehr als Trafficquelle auftauchen. Taucht sie weiterhin auf, werdet ihr nur die URLs der primären Domain sehen. Die sekundäre Domain muss in dem Fall wie oben beschrieben also noch ausgeschlossen werden.

4. Filter für absolute URLs anlegen

Wer sich das Beispiel oben genau angesehen hat, wird bemerkt haben, dass es mit dem Zusammenführen der beiden Domains nun aber ein Trackingproblem gibt: Woher weiß ich, wenn ich sie nicht selbst erstellt habe, welche Seite zu welcher Domain gehört? Und was mache ich bei Seiten mit doppeltem Namen (z.B. /impressum/ auf sowohl japanliteratur.net als auch krempin.it)?

Hierzu muss ein Filter über die Datenansicht gelegt werden, der vor die relativen Pfade die Domain setzt, sodass wir nachher URLs erhalten wie:

http://japanliteratur.net/kanji-flashcards-von-white-rabbit-press/
statt
/kanji-flashcards-von-white-rabbit-press/

Achtung: Wird ein Filter über eine Datenansicht gelegt, ist dies unumkehrbar. Der Filter beginnt erst zu messen, wenn ihr ihn einrichtet und hört erst auf zu messen, wenn ihr ihn löscht. Die Daten während der Messung sind durch den Filter unwiderruflich durch beeinflusst und können nicht wieder in den „Rohzustand“ zurückversetzt werden. Richtet deshalb am besten eine neue Datenansicht ein, in der ihr die Filter anwendet. Die alte Datenansicht lasst ihr so bestehen. Dies geht im Menüpunkt „Verwalten“:


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Nun könnt ihr unter Verwalten – Datenansicht – Filter für die neu eingerichtete Datenansicht einen Filter anlegen: Nach der Anleitung von Google sieht das dann so aus:


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5. Filter für absolute URLs testen

Um den Filter zu testen, geht ihr in Google Analytics einfach wieder ins Echtzeit-Tracking – die Domain wird nun schon mitgeschrieben:


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Lasst nun zur Vorsicht noch einmal einen oder auch mehrere Tage vergehen und schaut euch die neuen Daten dann noch einmal an.

Was noch zu beachten ist…

Je nachdem, wie ausgebaut und gefiltert eure Datenansicht ist, müsst ihr unbedingt noch weitere Umstellungen vornehmen, damit das Tracking weiterhin sauber läuft:

6. Conversion-Tracking anpassen

Beim Conversion-Tracking habt ihr eine URL hinterlegt, um die Conversion-Rate zu berechnen. In der Regel ist das die Danke-Seite, die der Kunde nach Durchführung der Bestellung erreicht. Wird die Seite besucht, wird eine Conversion gezählt. Da nun der neue Filter greift, der die Domain vollständig ausgibt, müsst ihr auch hier die Seite anpassen (alternativ könnt ihr auch einen regulären Ausdruck verwenden, falls ihr das lieber tut, die vollständige, exakte Domain anzugeben, ist meiner Ansicht nach aber sicherer).


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Bite auch dran denken: Wenn ihr einen Conversion-Trichter / Funnel verwendet, müssen auch hier die Seiten umbenannt werden!

7. Filter

Dasselbe gilt natürlich auch für Filter. Filtert ihr eine bestimmte Seite und sucht wie in dem Beispiel im Screenshot nach der Seite /warenkorb, wird der Filter diese nicht mehr finden, sondern eine Umbenennung in primaeredomain.de/warenkorb ist notwendig.


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Sobald allerdings mehrere Filter auf einer Datenansicht liegen, wird die Umbenennung heikel und fehleranfällig. Aber es gibt einen kleinen Trick, mit dem ihr euch die Arbeit erleichtern könnt: Nutzt den Mechanismus, mit dem Google Filter einsetzt.

Google wendet die Filter in der Reihenfolge an, in der sie auf der Filterübersicht eingetragen sind. Zuerst also den Filter an Position 1, dann an Position 2. Fügt ihr den Filter, der absoluten URLs anzeigt, als letztes hinzu, so werden zunächst alle eure bisherigen Filter angewendet – und diese funktionieren ja auch wie bisher – und erst am Schluss wird die URL umgewandelt!


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Pro und Kontra des domainübergreifenden Trackings

Wenn euch diese Anleitung noch nicht abgeschreckt habt und ihr nun ernsthaft überlegt, das domainübergreifende Tracking einzurichten, helfen euch zum Schluss vielleicht noch diese Pro- und Contra-Argumente weiter.

Pro

  • Endlich können die Wege des Besuchers auch über mehrere Domains hin erfasst werden
  • Filter ermöglichen es, die Domains trotz allem weiterhin auch einzeln betrachten zu können (dieser Punkt wird in dieser Anleitung nicht erklärt)
  • Das Tracking eignet sich dafür, beliebig viele Domains zu verknüpfen – damit ihr saubere Daten habt, solltet ihr die Verknüpfung aber nur für die Domains vornehmen, über die ihr selbst die Kontrolle habt

Contra

  • Die Einrichtung muss mit großer Sorgfalt durchgeführt werden, insbesondere bei den Filtern solltet ihr aufpassen – und euch damit auch schon auskennen
  • „Bruch“ im Datenbestand: Dadurch, dass den Seiten Hostnamen gegeben werden (meinedomain.de davor gesetzt wird), habt ihr vom Tag der Umstellung an zunächst erstmal zwei Einträge: /unterseite/ (für alle Einträge bis zur Umstellung) und meinedomain.de/unterseite (für alle Einträge ab der Umstellung) für dieselbe Unterseite

Hinweis

Ich übernehme keine Gewähr dafür, dass diese Anleitung vollständig und richtig ist. Findet ihr Fehler oder habt Anmerkungen und Fragen, kontaktiert mich gerne.

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Potenziale entdecken: Mehr Traffic mit PDF-Leseproben

Eure Seiten ranken gut bei Google? Oder sucht ihr noch nach einem Weg, mehr Traffic zu erhalten? In beiden Fällen solltet ihr euch einen Teil eurer Website genauer anschauen, den ihr bisher wahrscheinlich noch gar nicht analysiert habt: PDF-Leseproben.

Leseproben als „blinder Fleck“ in Google Analytics

Nur leider fehlt der Abruf eben dieser PDFs in den Google Analytics Berichten. Im letzten Beitrag hatte ich erklärt, warum Leseproben mit Google Analytics standardmäßig nicht trackbar sind. Eine Lösung dafür ist die Einrichtung eines Event-Tracking-Codes. Aber auch dann sind Leseproben immer noch nicht komplett analysierbar, denn der Event-Tracking Code trackt nur, wer auf einen bestimmten Link zur Leseprobe geklickt hat. Damit fallen all die Abrufe weg, die über andere Quellen kommen. Das könnten beispielsweise sein:

  • Das PDF rankt gut bei Google und die Besucher öffnen von dort aus das PDF
  • Die Leseprobe wird direkt von einer anderen Seite aus verlinkt
  • Die interne Suche eurer Seite leitet direkt zum PDF weiter

In beiden Fällen greift das Event-Tracking nicht, da die Besucher niemals auf den Leseproben-Link klicken, sondern über andere Quellen zum PDF kommen.

Die Lösung: Google Search Console

Um euch aber zumindest einen groben Eindruck darüber zu verschaffen, welchen Stellenwerte eure PDFs haben, könnt ihr ein weiteres kostenloses Tool von Google nutzen: Die Google Search Console (ehemals „Webmaster Tools“, Anleitung zur Einrichtung dieses Tools).

Unter Suchanfragen -> Suchanalyse gibt Google euch mit den im Screenshot gezeigten Einstellungen die 1000 meistgeklickten Seiten aus – und hier tauchen nun auch die PDFs auf, sofern diese bei Google gut ranken.


Suchanalyse in der Google Search Console

Mit Hilfe der Search Console könnt ihr also sehen, welche eurer PDF-Leseproben für Google eine Bedeutung haben. Nun gilt es, dies zu nutzen und den Traffic, den Google auf die Leseproben weiterleitet, auszuschöpfen.

PDFs als Trafficquelle nutzen

Nachdem ihr die PDFs mit den meisten Impressionen und Klicks in der Search Console identifiziert habt, solltet ihr genau diese PDFs gezielt bearbeiten und einen Link zu eurer Website setzen, beispielsweise mit einem kurzen Hinweis:

Dies ist eine Leseprobe. Das komplette Buch erhalten Sie bei Verlag X.

Besonders ansprechend bereitet Rheinwerk seine Leseproben auf: In der dieser Leseprobe erfolgt nicht nur ein Branding durch Logo und Corporate Design des Verlages, sondern es gibt auch einen Link zur Produktseite.

Bei der Bearbeitung des PDFs solltet ihr zwei Dinge beachten: Erstens solltet ihr nicht zu viel am PDF ändern oder gar einige Seiten löschen und durch neue einsetzen. Wenn das PDF rankt, dann hat dies seine Gründe und ihr solltet es möglichst in seiner jetzigen Form belassen. Zweitens solltet ihr keinesfalls die Dateibenennung des PDFs verändern, da das PDF genau mit dieser URL bei Google rankt.

Effekte testen

Keine Maßnahme ohne Auswertung: Am Ende solltet ihr testen, wie effektiv die neuen Leseproben mit den Links tatsächlich sind. Dazu solltet ihr untersuchen, ob die Visits bei den Produktseiten, auf die die Leseproben-PDFs verweisen, steigen.

Leider ist eine saubere Auswertung hier wieder nur beschränkt möglich. Bei den Besucherquellen könnt ihr beispielsweise nicht unterscheiden, welcher Besucher von Google über die Leseprobe auf eure Seite kommt und welcher Besucher direkt auf der Produktseite einsteigt. Auch ein Kampagnen Tracking über Google Analytics solltet ihr auf keinen Fall in Betracht ziehen: Baut ihr nämlich in das PDF eine Kampagnen-URL ein, überschreibt diese alle anderen Zugriffsquellen und zählt auch Besucher, die das PDF von eurer Website aus aufrufen und dann auf den Link klicken.

Es bleibt also nur ein Vergleich von zwei Zeiträumen und die Hoffnung, dass der Effekt so groß ist, dass er auffällig ist. In Google Analytics könnt ihr Vergleichszeiträume über die Zeitraumauswahl in der rechten oberen Ecke ändern:

Vergleichszeiträume in Google Analytics
Vergleichszeiträume in Google Analytics

Zur Illustration verwende ich einen Screenshot der Zahlen einer Unterseite von einer meiner privaten Websites:

Analyse von Vergleichszeiträumen

Auf dieser Seite habe ich keine bestimmten Maßnahmen durchgeführt, es ist also mehr oder weniger Zufall, dass sich die Besuche verringert haben. Zeigen soll euch dieser Screenshot nur, wie ihr die Effekte sichtbar machen könnt.

Tipp – Segmente einrichten: Ihr könnt die Analyse noch genauer präzisieren, indem ihr ein Segment anlegt, das nur die Besucher enthält, die über Google auf eure Website kommen. Mehr Informationen dazu findet ihr in der Google Analytics-Hilfe.

Pro und Contra von Traffic über Leseproben

In der Ausgabe 54 des suchradars wird das Thema PDFs ebenfalls diskutiert. Markus Hövener sieht PDFs unter Conversion-Aspekten kritisch, da sich eben ein PDF und keine Website öffnet. Positiv hebt er aber hervor, was für mich auch Anlass war, diesen Beitrag zu schreiben: Wenn ihr sowieso PDFs für Leseproben erstellt und diese Sichtbarkeit erlangen, solltet ihr den Traffic auf jeden Fall mitnehmen.

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Google Analytics für Verlagswebsites (1): Leseproben

Google Analytics ist ein mächtiges Tool, das weitaus mehr kann als Visits, Aufenthaltsdauer und besuchte Seiten pro Aufenthalt zu messen. In diesem Beitrag zeige ich euch, wie ihr mit Google Analytics mehr (Daten) aus euren Leseprobenabrufen herausholen könnt.

Warum sind Leseproben-Downloads nicht trackbar?

Oft werden die Leseproben in Widgets oder einfach als PDF zum Download bereitgestellt. Doch der Download gerade von PDF-Leseproben lässt sich mit Google Analytics in der Standardeinstellung nicht tracken. Dies liegt daran, dass Google Analytics nur Seiten tracken kann, denn der Trackingcode wird immer nur im Kopf einer Seite eingebunden. Wenn ihr die Quellcode-Ansicht einer Seite eurer Verlagswebsite aufruft, sieht dies ungefähr so aus (Zum Originalcode bei Google):

<!-- Google Analytics -->
<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga');
ga('create', 'UA-XXXX-Y', 'auto');
ga('send', 'pageview');
</script>
<!-- End Google Analytics -->

Solltet ihr diesen Code auf eurer Seite nicht finden, liegt dies wahrscheinlich daran, dass noch das alte Tracking verwendet wird. Alle Ausführungen in diesem Artikel beziehen sich auf das neue Tracking mit Universal Analytics. Wie ihr dies einrichtet, könnt ihr direkt bei Google nachlesen.

Das PDF liegt aber getrennt von dieser Seite, oft sogar in einem ganz anderen Verzeichnis. Deshalb kann der Aufruf des PDFs mit dem Tracking-Code, der sich nur innerhalb einer Unterseite befindet, von Google Analytics nicht getrackt werden. Damit ihr aber trotzdem messen könnt, ob und wie oft die Leseprobe abgerufen wird, könnt ihr das Ereignis-Tracking von Google Analytics verwenden.

Wie funktioniert das Ereignis-Tracking?

Mit dem Ereignis-Tracking kann man sehen, wie oft die Besucher auf bestimmte Elemente wie eben auch einen Link zur Leseprobe klicken. Mit Hilfe des Tracking-Codes könnt ihr für Ereignisse verschiedene Werte zuweisen und Google Analytics damit sagen, dass ein Besucher auf den Link zur Leseprobe für das Buch XY geklickt hat. Der Analytics-Code, den ihr dazu einbinden müsst, sieht so aus:

onClick="ga('send', 'event', 'PDF', 'Download', 'Leseprobe XY', {'nonInteraction': 1});"

Mit onClick=“ga(’send‘, ‚event‘, signalisiert ihr Google Analytics, dass ein Event getrackt werden soll. Es folgen nun drei Parameter, die ihr selbst bestimmen könnt:

Kategorie Aktion Label
PDF Download Leseprobe XY
Link Klick In den Warenkorb

Der erste Wert enthält die Kategorie. Dies kann ein PDF, ein Link oder ähnliches sein. Der zweite Wert enthält die Aktion, zum Beispiel einen Klick oder eine Leseprobe. In diesem Fall könnte ihr auch „Klick“ statt „Download“ einsetzen, das ist reine Definitionssachd.

Die beiden Werte Kategorie und Aktion sind Pflicht. Zum Schluss könnt ihr schließlich noch optional ein Label einsetzen. Bei Leseproben bietet es sich an, den Titel des Buches und die Information, dass es sich um eine Leseprobe handelt, mitzugeben.

Wie ihr die einzelnen Werte benennt, könnt ihr frei entscheiden. Wichtig ist dabei nur, am Anfang genau festzulegen, was und wie ihr tracken wollt. Ändert ihr die Werte nämlich nachträglich wieder, ändern sich diese für die alten PDF-Downloads in Google Analytics rückwirkend nicht mehr und es kann zu einem Chaos bei der Benennung kommen. Überlegen solltet ihr beispielsweise also vor der Einrichtung, ob ihr die Kategorie „PDF“ nennt und die Information „Leseprobe“ im Label mitgebt oder ob ihr schon auf Kategorie-Ebene unterscheidet, zum Beispiel zwischen „PDF-Vorschau“ und „PDF-Leseproben“.

Zuletzt folgt noch die Information ’nonInteraction‘: 1. Verkürzt gesagt ist diese Angabe wichtig, damit eure Absprungraten nicht verzerrt werden. Würde nonInteraction nicht eingebunden, würde Google Analytics den Klick auf den PDF-Link als Aktion werten. Auch wenn ein Leser also auf der Buchproduktseite direkt aussteigt, würde dies nicht mehr als Ausstieg auf dieser Seite gewertet werden und die Absprungrate würde sich nur durch den Klick auf die Leseprobe verbessern.

Wie binde ich das Event-Tracking ein?

Den Code solltet ihr nun überall dort einbauen, wo auf eine Leseprobe verlinkt wird – in der Regel also auf jeder Produktunterseite. Der Link zur Leseprobe sieht in seinen Grundzügen meist so aus:

<a href="...pdf">Leseprobe</a>

Innerhalb des -Tags muss nun noch der Analytics-Code ergänzt werden:

<a href="...pdf" onClick="ga('send', 'event', 'PDF', 'Download', 'Leseprobe XY', {'nonInteraction': 1});">Leseprobe</a>

Wie kann in tracken, zu welchem Buchtitel eine Leseprobe heruntergeladen wird?

Richtet ihr den Code wie oben beschrieben ein, würde nun bei jedem Event als Wert „Leseprobe XY“ mitgegeben werden. „XY“ müsst ihr deshalb durch den Buchtitel ersetzen. Je nachdem, mit welchem Content Management System ihr arbeitet, geht dies aber zum Glück fast automatisch. Gehen wir davon aus, dass die Leseprobe auf einer Produktunterseite verlinkt ist, dann ist der Titel der Leseprobe gleich dem Titel des Buches – also der Produktseite.

Um den Leseprobentitel einzubinden, braucht ihr also nur für XY den Code eingeben, der den Produkttitel ausgibt. Bei WordPress kann dies zum Beispiel

<?php the_title(); ?>

sein.

Wie kann ich überprüfen, ob das Tracking funktioniert?

Navigiert in eurem Google Analytics Konto zum Menüpunkt Echtzeit – Ereignisse. Klickt auf den neu eingerichteten Link zur Leseprobe auf der Website. Innerhalb der nächsten Sekunden sollte das Ereignis von Google Analytics erfasst werden. Ab dem folgenden Tag könnt ihr dann alle Events im Ereignis-Bericht analysieren.

Was kann das Event-Tracking nicht?

Das Event-Tracking hilft euch nun zu messen, wie oft Leseproben über bestimmte Links auf eurer Website abgerufen werden. Damit kann es aber nicht tracken, wie oft diese Leseproben von externen Quellen abgerufen werden. Zumindest für die Frage, welche Besucher über Google direkt auf eine Leseprobe kommen, gibt es aber eine Lösung, die ich in einem weiteren Beitrag vorstellen werde.

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Essen, Japan

Ramen for lazy people

Bisher habe ich Ramen immer nur in Düsseldorf im Restaurant gessen. Die Brühe selbst zu kochen ist doch schon etwas umständlich, zumal es auch absolut nicht einfach ist, den herzhaften Geschmack so nachzukochen wie in einem Restaurant, wo die Brühe stundenlang in einem großen Topf köchelt.

Nun hat mir ein Freund von seinem letzten Japanbesuch die besonderes herzhaften Sapporo-Ramen mitgebracht. Die Geschenkpackung enthält vier Portionen, jeweils rohe Ramen und eine Würzmischung. Beides ist von Qualität und Geschmack ziemlich gut und vor allem deutlich besser als die übrigen Instant-Nudelpackungen.

Zusammen mit einem Ei, Chashu-Schicken (für ca. 1,50€ bei Maruyasu in Düsseldorf) und ein wenig frischem, vorgekochten Gemüse (Sellerie, Möhre, Sojasprossen) wird daraus eine richtige Ramen-Suppe – in nur 20 Minuten.

Wer von euch also einen Bekannten in Japan hat: Bittet ihn oder sie doch einfach mal um eine Packung frische Ramen, es lohnt sich!

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Auf Deutsch, Fukushima, Japan, 福島原発

Der AKW-Sicherheitsmythos in Japan

Warum haben die japanischen Medien ganz anders auf die Vorgänge in Fukushima reagiert als beispielsweise die deutschen Medien? Warum wurde die Situation in Fukushima noch so optimistisch bewertet, obwohl schon drei Kernschmelzen im waren? Ein Grund dafür ist der Mythos um die Sicherheit japanischer Atomkraftwerke.

Es gibt viele Faktoren, die die japanische Berichterstattung zu Fukushima beeinflusst haben: Eine unüberschaubare Lage durch Erdbeben und Tsunami, die Atomlobby, eine überforderte Regierung und ein Stromunternehmen mit Salamitaktik. Zur eher optimistischen Bewertung der Situation in Fukushima in den Medien hat aber sicher auch der Sicherheitsmythos um japanische Atomkraftwerke (原発安全神話) beigetragen.

Tsuda unterscheidet zwischen zwei unterschiedlichen Sicherheitsmythen (21):

  1. Im Fall eines Unfalls sind die Atomkraftwerke sicher, weil es genug Sicherungsmaßnahmen gibt (油断)
  2. Atomkraftwerke sind sicher, eine Unfallgefahr gibt es nicht (虚偽)

Während (1) prinzipiell noch ein Risiko einräumt, verdrängt (2) dies vollständig.

Wie Tsuda zeigt, transportieren die Zeitungen im Fall von Three Miles Island und Tschernobyl diesen Sicherheitsmythos mit folgender Argumentation (28):

  1. Es gibt ausreichende Sicherheitsvorkehrungen in japanischen Atomkraftwerken.
  2. Die Atomunfälle im Ausland – insbesondere in Tschernobyl – sind nicht direkt mit der Situation in japanischen Atomkraftwerken zu vergleichen. die japanische Technik ist hier überlegen, sodass Unfälle in diesem Ausmaß nicht vorkommen können.

Tsuda führt außerdem noch ein paar Umfragewerte dazu an, für wie sicher die Japaner ihre Atomkraftwerke halten und zeigt, dass der Sicherheitsmythos schon vor Fukushima ins Wanken geriet. Die Analyse der Zeitungsberichterstattung beschränkt sich allerdings auf wenige Beispiele, eine großangelegte Untersuchung zur tatsächlichen Diskussion des Sicherheitsmythos in den Zeitungen über die letzten Jahrzehnte und über Fukushima hinaus steht noch aus.

Literatur

Tsuda, Shôtarô (2013). 「原発安全神話」は実在したか?朝日・読売両紙における「虚偽」と「油断」の神話。In: 大震災・原発とメディアの役割。報道・論調の検証と展もも。新聞通信調査会, 21-29.

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Auf Deutsch, Bücher, 日本語で, 福島原発

Kleine Leseliste zur japanischen Anti-AKW-Bewegung

Wie hat sich die japanische Medienöffentlichkeit nach 3/11 entwickelt? Gab es eine Reaktion auf die Ereignisse in Fukushima und hat sich eine japanische Anti-AKW-Protestbewegung herausgebildet? Wie ist diese strukturiert und wie präsent ist sie in der Öffentlichkeit? Wie nutzen die AKW-Gegner neue Medien, um sihc zu formieren?

Zu diesem Themenkomplex habe ich eine Leseliste zusammengetragen, die ich laufend ergänze.

Asahi Shinbun (2012): 「さようなら原発」大江氏ら大規模集会 東京・明治公園 [Tschüss Atomkraft- Große Versammlung im Meiji-Park, Tôkyô mit Kenzaburo Ôe]

Endô, Kaoru (2012). 福島第一原発事故で社会は変わるのか? [Verändert sich die Gesellschaft durch den Unfall in Fukushima?] In: ders.: メディアは大震災・原発事故をどう話ったか。報道・ネット・ドキュメンタリーを検証する [Wie haben die Medien über das Erdbeben und den Atomunfall berichtet? Eine Untersuchung in den Bereichen: Berichterstattung, Internet, Dokumentationen] Tôkyô Denki University Press, 231-254.

Gebhardt, L. (2013). Der Mut zur Meinung – Eine Miniaturskizze der kritischen Öffentlichkeit. In: Gebhardt, L., & Richter, S. (Hrsg.): Lesebuch Fukushima. Berlin: ebv, 313-325.

Gegenbach, K., Jawinski, F., & Mladovena, Dorothea (2013). Politik, Energie, Kultur in Wechselwirkung – Wie sich Atomkraft in Japan durchsetzte. In: Gebhardt, L., & Richter, S. (Hrsg.): Lesebuch Fukushima. Berlin: ebv, 32-53.

Hasegawa, U. (2012): 再稼働を止めるために. 新しいデモと地元との対話 [Gegen das Wiederanfahren von Atomkraftwerken. Neue Demonstrationsformen und die Interaktion mit den Ortsansässigen.] People`s Plan 58, 40-48.

Hirabayashi, Y. (2012): 反原発デモと若者 [Anti-Atomkraft-Demonstrationen und junge Leute] People`s Plan 58, 65-70.

Honbo, Akira (2012): 原発災害報道にツイッターを活用 – テレビ・ラジオを補う結果 [Die Nutzung von Twitter als Ergänzung zu Fernsehen und Radio bei der Berichterstattung über die Atomkatastrophe]. Shinbunkenkyû 722(9), 28-32.

Itô, Mamoru (2012): テレビは原発事故をどう伝えたのか [Wie hat das Fernsehen über den Atomunfall berichtet?] Tôkyô: Heibonsha.

Leser, J., & Trunk, M. (2013). Radioactivists – Wurzeln und Dynamiken von Protest und Dissidenz in Japan seit Fukushima. In: Gebhardt, L., & Richter, S. (Hrsg.): Lesebuch Fukushima. Berlin: ebv, 337-348.

Leser, Julia (2012): Protest in Japan seit Fukushima. Neue Formen des politischen Engage-ments am Beispiel der Gruppe “Aufstand der Amateure”. München: Grin.

Liskutin, Nicola (2012): Vernetzt euch! Fukushima, neue Medien und die Anti-AKW-Bewegung. In: Richter, Steffi / Gebhardt, Lisette (Hrsg.): Japan nach „Fukushima“.: ein System in der Krise. Leipzig: Universitäts-Verlag.

Metropolitan Coalition against Nukes (2012): 首都圏反原発連合主催のデモ・抗議活動におけるのぼり・旗・プラカードのガイドライン [Demo der Anti-Atomkraft-Koalition des Hauptstadgebietes – Guideline betreffend der Banner, Fahnen und Plakate bei Protestaktionen]

Môri, Takashi (2011), デモの方法論 [Demonstrationsmethoden] In: Twit no Nukes (Hrsg.): デモいこう!声をあげれば世界が変わる。街を歩けば社会がみえる Tôkyô: Kawade shobō shinsha, 31-36.

Richter, S. (2013). Fukushima. Wissen er/fahren: Vor Ort In: Gebhardt, L., & Richter, S. (Hrsg.): Lesebuch Fukushima. Berlin: ebv, 400-422.

Saitô, Harume (2011).「脱原発」の声と運動はどう報道されたのか [Wie wurde über die Anti-AKW-Bewegung berichtet?] In: Maruyama, Shigetake (Hrsg.): これでいいのか福島原発事故報道 [War es so in Ordnung? Berichterstattung über den Atomunfall in Fukushima]. Fôkyô: Akebi Shobô, 128-147.

Singler, A. (2013). Die Wahrheit eines Soloartisten – Der Anti-Atomkraft-Aktivist Yamamoto Tarô. In: Gebhardt, L., & Richter, S. (Hrsg.): Lesebuch Fukushima. Berlin: ebv, 326-331.

Singler, A. (2013). Streifzug durch die japanische Protestszene im Herbst 2012 – Eine Reportage. In: Gebhardt, L., & Richter, S. (Hrsg.): Lesebuch Fukushima. Berlin: ebv, 369-399.

Takenobu, Mieko (2011): 市民メディアに突き動かされたマスメディア。新しい連携さぐるとき [Die durch die Bürgermedien in Bewegung gekommenen Massenmedien. Zeit nach einer neuen Zusammenarbeit zu suchen]. In: People`s Plan 54, 63-67

The Future Times (2012): Twitterから始まったでもTwit no Nukes [Die auf Twitter begonnene Demo „Twit no Nukes“.]

Twit no Nukes (2011): デモいこう!声をあげれば世界が変わる。街を歩けば社会がみえる[Auf zur Demo! Wenn wir die Stimme erheben, verändert sich die Welt. Wenn wir auf die Straße gehen, wird es für die Gesellschaft sichtbar] Tôkyô: Kawade shobō shinsha.

Yamada, Kenta (2013). 原発再稼働の伝え方 [Die Berichterstattung über das Wiederanfahren von AKW Ôi] In: ders. 3・11とメディア。新聞・テレビ・WEBは何をどう伝えたか [3/11 und die Medien: Was haben TV, Zeitungen und Web wie berichtet?] Tôkyô: Transview, 22-31.

Zöllner, Reinhard (2012): “Sayonara Atomkraft”: Bisher größte Anti-Atomkraft-Demonstration in Tokyo.

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ドイツの生活, 日本語で

祖父が90歳になった日

一人の残った祖父以外、祖父母がみんな亡くなりました。でも、このウェルナーという祖父はとても元気で、機能九十歳の誕生日のパーティーがした。一九二三年に生まれて、第二次大戦に戦士として戦って、子供が四人をいて、三十年前に退職しました。

庭のパーティーでしたから、前に雨が降るとかの恐れが大きくて、幸せにあたたかい夏の日でした。もちろん、ケーキを食べて(シュヴァルツヴェルダー・キルシュトルテ)、伯父さんがソーセージを焼きました。

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Auf Deutsch, Coding, Wordpress

Für Buchblogs: Bibliografien zu einem Autor ausgeben

Gestern hatte ich erklärt, wie ihr über eine Schlagwortausgabe in einem Buchblog weitere Bücher eines Autors ausgeben könnt. Die Schlagworte kann man aber noch weiter verwenden, und zwar für eine automatische Bibliografie zum Autor.

Warum die Standardabfrage nicht für Bibliografien gemacht ist

Über die Verschlagwortung einzelner Artikel kann man eigentlich ganz einfach eine Bibliografie erstellen: So tauchen alle Bücher, die ich unter „Haruki Murakami“ verschlagwortet habe, auf einer Seite auf, die das URL-Schema „http://meinedomain.de/?tag=haruki-murakami“ hat. Die Bibliografie generiert sich also automatisch von selbst. Allerdings werden diese Einträge nach Erstellungsdatum geordnet ausgegeben. So kann eine Liste dann beispielsweise so aussehen:

Die Abfrage dazu in tag.php (liegt im Theme-Ordner) sieht dann so aus:

<h2><?php single_tag_title(); ?> </h2>
<?php /* The loop */ ?>
<?php while ( have_posts() ) : the_post(); ?>
<p><a href="<?php the_permalink(); ?>" title="<?php the_title(); ?>"><?php the_title(); ?></a></p>
<?php endwhile; ?>

Ich möchte nun aber noch ein Erscheinungsdatum hinzufügen – schließlich soll es ja eine richtige Bibliografie werden, die einen chronologischen Überblick über das Werk des Autors gibt. Dazu lege ich ein Custom Field „erscheungsjahr“ unter zu jedem Artikel an, den ich mit einem Autorennamen verschlagwortet habe (wie ihr dieses anlegt, hatte ich ebenfalls im letzten Artikel erklärt). Damit das Erscheinungsjahr nun auch angezeigt wird, füge ich innerhalb des Loops eine Zeile hinzu:

<?php echo get_post_meta($post->ID, 'erscheinungsjahr_japan', true); ?>

Nun gibt mir WordPress folgende Liste aus:

Haruki Murakami

2004: After Dark

1988: Tanz mit dem Schafsmann

1987: Naokos Lächeln

Die Liste ist nicht chronologisch geordnet, da WordPress die Artikel nach Erstellungsdatum ausgibt, das heißt After Dark ist der neueste Artikel. Für die Tags möchte ich aber eine chronologische, also hier numerische Ordnung nach dem Custom Field „erscheinungsjahr“. Deshalb muss die Abfrage etwas umgeschrieben werden.

Eine chronologische Bibliografie erstellen

Die Abfrage in tag.php muss also durch folgenden Code ersetzt werden:

<h2><?php single_tag_title(); ?></h2>

<?php if ( tag_description() ) : // Show an optional tag description ?>
<?php echo tag_description(); ?>

<?php endif; ?>

<?php
query_posts( $query_string . '&orderby=meta_value_num&meta_key=erscheinungsjahr_&order=ASC' );
while ( have_posts() ) : the_post(); ?>

<p><?php echo get_post_meta($post->ID, 'erscheinungsjahr_japan', true); ?>: <a href="<?php the_permalink(); ?>" title="<?php the_title(); ?>"><?php the_title(); ?></a></p>

<?php
endwhile;
wp_reset_query();
?> 

Die Anzeige ist nun chronologisch:

Haruki Murakami

1987: Naokos Lächeln

1988: Tanz mit dem Schafsmann

2004: After Dark

Erweiterte Optionen

Wollt ihr noch eine Autorenbiografie hinzufügen, könnt ihr einfach zum Schlagwort eine Beschreibung hinzufügen. Außerdem ist es möglich, Seiten zu bestimmten Autoren beziehungsweise Tags individuell zu gestalten. Kopiert dazu einfach „tag.php“ und benennt sie um ind „tag-schlagwort.php“ beziehungsweise „tag-haruki-murakami.php“. Nun könnt ihr nur für dieses eine Schlagwort ein eigenes Template erstellen!

Wer es noch einmal ausführlich nachlesen möchte:

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Auf Deutsch, Fukushima, Japan, 福島原発

Wie schlimm ist die Lage in Fukushima wirklich?

In einem Artikel auf BBC News schrieb Matt McGrath, dass die Lage in Fukushima noch schlimmer ist, als sie von TEPCO und der Regierung dargestellt wird. Auch ohne ein Experte für Atomkraft zu sein, gibt es logische Gründe, die diese Einschätzung sehr wahrscheinlich machen.

Wie vertrauenswürdig ist TEPCO?

Am Anfang steht die Frage, inwiefern man den Aussagen von TEPCO und der Regierung trauen kann. Dass TEPCO nur wenig vertrauenswürdig ist, dürfte inzwischen wohl allen klar sein. Schon vor dem 11. März 2011 gab es eine Reihe von Skandalen. Und auch die Kernschmelzen in Fukushima sind auf Pfusch zurückzuführen: Hätte TEPCO das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi stärker abgesichert wie etwa das weiter nördlich an der Küste gelegene Kernkraftwerk Onagawa von Tôhoku Electric Power, hätte der Unfall nicht so schlimm ausfallen müssen. Dass aufgrund mehrerer großer Tsunami in der Vergangenheit jederzeit wieder ein Tsunami zu erwarten war, war bekannt.

Wie vertrauenswürdig ist die Regierung?

Auch die Regierung hat infolge der Ereignisse um den 11. März an Vertrauen verloren. Zwar kritisierte die Regierung TEPCO immer wieder für ihr Verhalten, allerdings lassen sich schnell auch Kritikpunkte am Verhalten der Regierung finden:

  • verspätete Evakuierungsanweisung [1]
  • keine Freigabe von notwendigen Daten zur Verbreitung von Radioaktivität, obwohl die Regierung über ein Notfall-Vorhersagesystem verfügt („SPEEDI“) [1]
  • zu optimistische Einschätzung der Lage, in Zusammenhang damit Verharmlosung der Gefahr durch radioaktive Strahlung mit der Formel „es gibt keinen direkten Einfluss auf die Gesundheit“ [2]

Dieses Verhalten erklärt sich aus der engen Verknüpfung von Regierung und Atomlobby in Japan. Nach wie vor ist die japanische Regierung pro Atomkraft eingestellt und auch die aktuelle Regierung unter Abe wird von diesem Kurs wohl nicht abweichen.

Wer hat aus Fukushima etwas gelernt?

Dass TEPCO aus Fukushima was die Kommunikationsstrategie angeht wenig gelernt hat, zeigt auch ein recht aktueller Vorfall: So hatte im März 2013 eine Ratte einen Stromausfall in Fukushima Daiichi ausgelöst. TEPCO hatte dies erst mit 3-stündiger Verspätung an die Regierung weitergegeben. Von den drei Websiten der Tageszeitungen Yomiuri Shinbun, Asahi Shinbun und Mainichi Shinbun hob übrigens nur ein Artikel der Asahi Shinbun diese verspätete Meldung an die Regierung hervor.

Das Verhalten von TEPCO und auch das Verhalten der Regierung in der Vergangenheit machen beide wenig vertrauenswürdig. Besonders die „Salami“-Taktik, Informationen Stück für Stück zu veröffentlichen und zunächst optimistisch vom besten Fall auszugehen, war eine Strategie, die TEPCO wohl trotz vieler Entschuldigungen auch heute noch nicht abgelegt hat. Die Regierung überlässt TEPCO trotz allem weiterhin die Arbeiten und Messungen am Atomkraftwerk – darauf ist sie wohl auch angewiesen, denn wer sollte diese Arbeiten sonst machen.

Dass TEPCO erst jetzt ein Leck entdeckt, dass seit über 2 Jahren besteht ist wohl ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich die Informationspolitik nicht ändern wird. In Verbindung damit, dass Fukushima Daiichi noch längst nicht vollständig unter Kontrolle ist und dass das Problem mit den großen Massen an radioaktivem Kühlwasser, die auf dem Gelände liegen, nicht gelöst ist, ist zu erwarten, dass noch weitere schlechte Nachrichten von TEPCO kommen. Aufgrund des bisherigen Verhaltens von TEPCO ist aber zu erwarten, dass diese nicht dann kommen, wenn das Problem akut ist, sondern wenn es sich nicht weiter verbergen lässt.

Verweise

[1] Hizumi, Kazuo & Ryuichi, Kino (2012). 福島原発事故記者会見。東電・政府は何を隠したのか [Pressekonferenzen zum Atomkraftwerk Fukushima. Was haben TEPCO und die Regierung vertuscht?] Tôkyô: Iawanamishoten.

[2] Itô, Mamoru (2012). レビは原発事故をどう伝えたのか [Wie hat das Fernsehen über den Atomunfall berichtet?] Tôkyô: Heibonsha.

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Bücher, 日本語で

ドイツ語で何を読んだらいいか

いつかドイツ文学を読むことができたいドイツ語を勉強する人が多い。でも、最初に、何を読んだらいいかな。ゲーテとかの有名な文学は読みにくいし、単語は古いし、文法もう難しいです。そして子供の本を読むのはどうでしょう。

私の進めはJanoschの絵本です。絵とテキストのバランスは良くて、内容がわからないとき絵は助けとなる。また、文は主に主文ですから、読みやすいです。

Janoschの一番有名な本 Ach, wie schön ist Panama がこうして始まる:

„Es waren einmal ein kleiner Bär und ein kleiner Tiger, die lebten unten am Fluss. Dort, wo der Rauch aufsteigt, neben dem großen Baum. Und sie hatten auch ein Boot.“ (3)

この風に話が続ける。次のペーギはAmazonで読むことができる。

私は毎週会うと日本人(„Tandem-Partner“)その本を読んで初めて、とてみ楽しかった。まえはOttfried Preußlerの子供の本を読んでみたが、そんなにうまくいかなかった。だから、この本は進める。

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