Blauraum

fundstücke: bücher, buchbranche, social media, japan

01 Apr

Frohe Ostern!

ostern01

イースターには朝ご飯として何を食べていますか。まず、もちろん卵です。普通に私のおじいさんが自分で卵を彩色してくれています。

selbstgefärbte Ostereier

そして、イースターンパンも食べています。イースターというのはどうしてか実は全然分かりません。でも、子供の時から、春になるとレーズンを含む食パンを食べています。バターをつけると、おいしいです。

Osterbrot

最後に、私が一人だけする習慣はチョコレートの卵を食べることです。卵の殻も卵の中も全部チョコレートやチョコレートクリームです。

Schoko-Ostereier

17 Mrz

冬にノイシュヴァンシュタイン城を見に行きます – Schloss Neuschwanstein im Winter

neuschwanstein07

2月の終頃に友達とお父さんとノイシュヴァンシュタイン城を見に行きました。日本から来る友達も私も初めてでした。あいにく、その日は霞んだった。だから、お城のふもとからノイシュヴァンシュタイン城が見えない。

Zu Füßen des Schlosses - alles ist nebelig

Häuser am Fuß der Burg

お城のふもとに、うつくしい家がたくさんありますけど、普通にそんな家はドイツで珍しいものですよ。旅行者のためだけその家にはうつくしい絵が描いてあると思います。(笑)

Häuser am Fuß der Burg

ちなみに、お城のふもとにたくさんお店もあります。一番好きなお店は「Galeria Lisl」でした。この店で全部が日本語で書いてあるなくて、店員は全員日本の方でした!日本語はよく聞こえましたから、実は日本にいるみたいでした。それだから、いつかドイツへ行くと、ドイツ語を話さずこの店で簡単でおみざげを買うことができますね。

Galerie Lisl

ノイシュヴァンシュタイン城はいい天気のときとてもロマンチックなお城です。景色もお城の部屋もすごいでした!(部屋の写真を取ることはだめですから、この写真を見てください。)でも、いつかノイシュヴァンシュタイン城を見に行くのをよく考えてください。夏には一番きれいな景色ですが、とても込んでいると聞きました。霧でも冬でも私たちは案内が始まるまで一時間ぐらい待たなければなりませんでしたよ。夏には数時間でしょう。

Das Schloss

Nebel überall

10 Mrz

2 Jahre Fukushima – „原発ゼロ☆大行動“-Demo in Tôkyô

Am 11.03.2013 jährt sich der Atomunfall von Fukushima nun schon zum zweiten Mal. Welche Protestveranstaltungen gibt es dazu in Japan?

Unter dem Motto 原発ゼロ☆大行動 – Große Aktion zum Atomausstieg finden unter der Organisation der Metropolitan Coalition against Nukes, einem Zusammenschluss aus Anti-Atomgruppen des Hauptstadtgebietes – mehrere Protestveranstaltungen rund um die Ministerien und Sitze der Stromkonzerne in Tôkyô statt.

Live bei den Protesten dabei zu sein ist eigentlich ganz einfach, denn das Iwakami Yasumi Independent Web Journal (IWJ) streamt auf 8 Kanälen. Die Kanäle findet ihr direkt auf der Startseite von IWJ, was sie zeigen habe ich aber noch einmal übersetzt (Zeitangaben nach japanischer Zeit):

  • Ch1: Luftaufnahmen der Proteste (ca. 21:00 Uhr)
  • Ch2: Versammlung vor TEPCO und dem METI (13:00 Uhr)
  • Ch3: Proteste vor MEXT und dem Finanzministerium (ca. 15:00 Uhr)
  • Ch4: Protest im Gebiet vor dem Amtssitz des Premiers
  • Ch5: Protest vor dem Parlament und (ca. 17:00 Uhr)
  • Ch6: Protest vor J-Power und dem Außenministerium (15:30 Uhr)
  • Ch7: Demo (keine genauere Beschreibung, 14:00 Uhr)
  • Ch8: Peace on Earth Bühne (12:00 Uhr)

Es ist möglich, bei UStream direkt mit dem Twitter-Account zu kommentieren. Der Tweet erscheint dann auch in der Timeline mit dem Hashtag #iwakamiyasumi und der Sendernummer, also beispielsweise bei Kanal 2 #iwakamiyasumi2.

Für Fotos und kurze Kommentare direkt bei Twitter empfehle ich außerdem folgenden Accounts:

21 Jan

Japan, das Atomdorf und Ôi

peoples

In Japan arbeiten, so könnte man es freundlich ausdrücken, Regierung und Atomwirtschaft eng zusammen. Aber wie sieht das eigentlich konkret aus? Uiko Hasegawa von der NGO e-みらい構想 beschreibt das am Beispiel des Kernkraftwerks Ôi (gegen dessen Wiederanfahren der Reaktoren es im Sommer heftige Proteste gab) genauer.

In der Stadt Ôi wurde nach Hasegawa von Anfang an eine oppositionelle Stimme unterdrückt – durch das richtige Zusammenspiel von Subventionen, Unterdrückung und einem “wirtschaftlichen Effekt”.

1. Subventionen

町の年間予算は約一〇〇億円。このうち役六〇億円が原子力発電所関連交付金で、実に予算全体の六割を占める。

(Hasegawa 2012: 45)

60% des Jahresetats der Stadt sind Subventionen in Verbindung mit dem Kernkraftwerk. 60% von 10.000.000.000 Yen. Umgerechnet wären das zwar nur noch rund 85.000.000 Euro, aber immerhin noch eine ordentliche Summe. Eine Quelle für diese Angabe nennt Hasegawa im Text nicht.

2. Wirtschaftlicher Effekt

また、町には家族経営の小さな民宿が多数存在するが、宿泊客はの多くは原子力発電所で働く作業員、また定期検査の時に出稼ぎに来る作業員である。

(Hasegawa 2012: 44)

Der wirtschaftliche Effekt für die Bewohner ist natürlich am offensichtlichsten. Es gibt viele Menschen, die im Kernkraftwerk oder Subunternehmedamit verbundenen Unternehmen arbeiten. Die lokale Wirtschaft wiederum profitiert von den vielen Arbeitsstellen. Ein konkretes Beispiel, das Hasegawa nennt, sind die Pensionen, in denen die Wanderarbeiter des Atomkraftwerkes übernachten.

3. Unterdrückung

飯原発三、四号機増設の時は、小浜市民の会が反対デモを行ったのですが、人口八〇〇〇人あまりの小さな旧大飯町に、ジェラルミン(ママ)の盾を持った機動隊が一五〇〇人、機動車が四一数台、制服の警官と和服の公安が合わせて一九〇〇人も押しかけました。

(Nakajima 2012, zit. n. Hasegawa 2012: 45)

Hasegawa greift hier auf die Schilderungen des Priesters Nakajima zurück, der von einer Anti-Atomdemonstration gegen den Bau der Blücke 3 und 4 vor inzwischen rund 40 Jahren berichtet. Nach Nakajimas Erzählungen kam in die Stadt mit damals 8.000 Einwohnern ein Polizeiaufgebot an 1.500 Bereitschaftspolizisten.

Insgesamt drei interessante Fakten, die an der einen oder anderen Stelle noch mit weiteren Quellen ergänzt, belegt und bekräftigt werden könnten. Sicher werde ich hier bei meiner Lektüre in den kommenden Wochen noch mehr dazu finden. Wer jetzt neugierig geworden ist: Zu diesem Themenkomplex hat die der Anti-Atombewegung nahestehende Zeitschrift People`s Plan eine Ausgabe mit dem Themenkomplex Gesellschaft nach 3/11herausgebracht, aus der auch der oben zitierte Aufsatz stammt.

Quellen:

Hasegawa, Uiko (2012): 再稼働を止めるために. 新しいデモと地元との対話. People`s Plan 58, 40-48.
Nakajima, Akira (2012):「原発のある地域から___第1回中島哲演さんに聞いた」. Magazin 9 (25.4.2012)

01 Jan

Jahresrückblick 2012

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Februar und März: Japan

Das Jahr beginnt bei mir in der Erinnerung so richtig erst im Februar. Vorher war ich damit beschäftigt, alle meine Hausarbeiten zu schreiben und Seminare abzuschließen – die letzten in meinem Bachelorstudium.

Mitte Februar ging es dann 3 Wochen nach Japan. Ich wollte nachholen, was ich im März 2011 verpasst hatte. Diesmal ging ich aber nicht zu einer Sprachschule, sondern reiste durch das Land. In Nara wurde ich in ein Tofu-Restaurant eingeladen, in Fukuoka aß ich mitten auf dem Land in einer deutschen Bäckerei Brezeln, die gar nicht mal so teuer waren und nahm an einer Abschlussfeier japanischer Germanisten teil. In Kumamoto schließlich verbrachte ich 3 Tage, um einen guten Freund zu treffen, mit dem ich bis dahin nur E-Mails ausgetauscht hatte. Wir fuhren nicht nur auf einen aktiven Vulkan und badeten an einem Tag gleich zwei Mal in heißen Quellen, sondern schließlich probierte ich nach gutem Zureden sogar Kugelfisch. Zuletzt traf ich in Ôsaka noch einen Japaner, den ich über Twitter kennengelernt hatte – und auch hier war die Verbindung zwischen uns wieder die Literatur.

Frühling in Deutschland

Pünktlich zum Frühling zurück in Deutschland.

April bis Juli: Berlin

Dreieinhalb Monate war ich in Berlin und habe in einem Verlag gearbeitet. Diese Monate habe ich recht stressig in Erinnerung, da ich gleichzeitig noch weiter (von zu Hause aus) einen Job an der Uni gemacht habe und für eine letzte Prüfung lernen musste, die Ende Juni stattfand. Berlin, das ist aber auch die Stadt mit der Klappentexterin, mit der ich mich unzählige Male zum Sushiessen traf. Sie hat immer mindestens ein Buch dabei und dutzende Lesetipps im Kopf.

Lachs in Berlin

In Berlin wohnte ich in einer großen Altbauwohnung zusammen mit einer Frau und ihren Kindern. Als die Familie in den Sommerurlaub fuhr, nutzte das meine japanische Freundin, um mich für eine Woche zu besuchen. Sie lebt schon 6 Jahre in Deutschland, war aber noch nie in Berlin! Wir fanden schnell einen Laden, der zwar direkt an einer schmuddeligen großen Straße liegt und von außen nicht sehr appetitanregend aussieht, aber sehr leckeren und günstigen Fisch serviert. Richtig lebendig wurde es dort erst immer am 11 Uhr abends.

August: Arbeit und noch ein wenig Sommer

Donau und Chiemsee

Im August habe ich mir hauptsächlich mit Uni-Jobs mein Portemonnaie etwas aufgebessert und saß dazu drinnen am Computer und habe transkribiert. Nachdem ich es von Berlin aus bis nicht ganz bis zur Ostsee hinauf geschafft habe (immerhin kann ich zu meiner Verteigung sagen, dass ich nur fast 8km entfernt von der Küste bei der Verwandtschaft zu Besuch war!), habe ich dort dann noch Wasser gesehen, wo man sonst eher Berge erwartet: In Bayern. Die sommerlichen Fotos habe ich an der Donau und am Chiemsee geknipst.

September und Oktober: Neubeginn

Noch zu Beginn des Jahres war ich mir nicht genau sicher, wie es nach dem Bachelor weitergehen sollte (einen Master wollte ich aber auf jeden Fall irgendwo machen), dass ich dann aber pünktlich zum Semesterstart auch noch in einem Verlag arbeiten würde, hätte ich zu Anfang des Jahres noch nicht gedacht. Ich bin nun im Vertrieb eines Fachverlages mit Schwerpunkt auf Segel-, Motor- und Radsport und fühle mich dort genau an der richtigen Stelle, denn ich mache das, was ich bisher schon gerne gemacht habe: Online-Kommunikation, Microsites (sogar ein Bloglayout!), Reportings und kleinere redaktionelle Beiträge.

November und Dezember: Japanisch

Schließlich habe ich nach langer Pause auch wieder mit dem Japanischlernen angefangen und nehme momentan 1-2 Stunden pro Woche. Meine aktuelle Japanischlehrerin habe ich so kennengelernt: Ein Freund in Kumamoto kennt Germanisten in Fukuoka, bei denen ich auf der oben erwähnten Germanistenparty war. Dort wiederum habe ich eine Doktorandin kennengelernt, die eine Freundin hat, die zurzeit in Bielefeld studiert. Das beweist mal wieder: Die Welt ist ein Dorf!

Mit dem Unterricht habe ich auch neue Motivation bekommen, was das Lesenlernen angeht. Für ein Seminar beschäftige ich mich gerade mit der japanischen Anti-AKW-Bewegung. Nachdem eine Freundin mir in Tokyo einen Artikel aus der Bibliothek kopiert hatte und ich diesen sogar vollständig durchgearbeitet hatte (!), traue ich mich nun auch an mehr japanische Literatur heran und habe mir zur Anti-AKW-Thematik und zur Berichterstattung über Fukushima einige Bücher aus Japan bestellt.

Lesestoff

Lesestoff über die Weihnachtsferien

Und so endet das Jahr irgendwie doch wieder fast, wie es angefangen hat: Mit Japan. Nur dass sich eben dazwischen doch so einiges verändert hat.

30 Dez

大晦日にBerlinerを食べる

berliner01

Berlinerとはママレードが入れて揚げて丸い菓子のことです。

Berliner mit Füllung

一般的にBerlinerは年間を通じて売られていますが、大晦日には特のBerlinerを買うことができます。ママレードのかわりに、そのBerlinerの中にはマスタードが入れた。大晦日に、例えば家族のため、Berlinerを6個買うと、その中の5個はママレードのBerlinerで、1個はマスタードのBerlinerです。Berlinerの中には見えませんから、誰がマスタードのBerlinerをくれるのは知りません。大変ですね!そして、どうしてその習慣をしていますか?私はもともとの原因をわかりませんが、おかしいと思います。ママレードのBerlinerをくれた人は齧り付くの時びっくりするんです。もちろん、あの人は後にママレードのBerlinerをも1個くれます。

Berliner

25 Dez

Kenzaburo Ôe, der Mitläufer!

Eigentlich ist die taz ja die Zeitung, der ich am ehesten zutrauen würde, dass sie sich angemessen mit dem Anti-Atomprotest in Japan auseinandersetzt. Während ich aber für eine wissenschaftliche Arbeit recherchiert habe, habe ich aber leider mal wieder ein Haar in der Suppe gefunden:

„Auch Nobelpreisträger Kenzaburo Oe oder der Komponist Ryuichi Sakamoto, der die Melodie für den Film ,Der letzte Kaiser‘ komponierte, schlossen sich der Bewegung an.“ (http://www.taz.de/!96456/)

Kenzaburo Ôe schließt sich der Bewegung an? Eher andersherum, denn Ôe ist schon seit Jahrzehnten ein Gegner der Atomkraft (da war ja auch schon einmal etwas mit Atombomben und so…). Mit Therapiestation hat er zum Beispiel in den 90ern einen dystopischen Roman geschrieben, der das Leben auf einer nach Atomkriegen zerstörten Erde schildert.

Und einen weiteren Beweis, dass Ôe vorher schon aktiv war, habe ich außerdem noch: Schon ein Jahr zuvor, am 19.9.2011, war er bei der Demo im Meiji-Kôen (明治公園) Mitorganisator!

17 Nov

外来語の使用

(日本語の授業の練習でした)

日本でもドイツでも同じ状況です。母国語で正確に言えないことを言えるのは外来語の良さです。例えば、外国で発明されたコンピュータ、インターネットの場合は、外来語を使ったほうがいいです。
そもそもそれが外来語の使用の理由です。現在、国際化でいろいろな国の言葉が交わり、外来語の使用が増えました。外来語の使用についてわたしたちがどんな意見を持っても、その変化を止めることはできません。

31 Okt

E-Books zum Anfassen

ebook

Ich mag die Stadtbücherei Münster nicht nur wegen ihrer guten, aktuellen Buchauswahl, sondern auch, weil sie technisch immer mit den aktuellen Entwicklungen mitgeht.

Sebstausleiheterminals gibt es schon seit Jahren, neben Büchern gibt es ein gut sortiertes Angebot an allen weiteren Medien, also Hörbüchern, CDs und DVDs und Spielen. Auch bei der Onleihe macht die Bücherei mit. Seit neuestem scheint sie diese nun auch aktiv zu fördern, indem sie eBook-Reader zum Anfassen und Ausprobieren anbietet.

Ganz prominent wird für diese “Kennenlern-Ecke” draußen vor der Tür geworben und auch in der Bibliothek weisen Aufsteller auf das neue Angebot hin.

“Wir machen Sie fit in Sachen digitales Lesen”

Die “eBook Lounge” selbst ist futuristisch mit grünem Licht gestaltet, sonst aber etwas kärglich ausgestattet. Natürlich, die Bücher fehlen ja nun! Stattdessen gibt es einen Tisch, Stühle und auf dem Tisch sieben Geräte zum Ausprobieren:

  • Bookeen Cybook Odyssey
  • Kobo Touch
  • Sony PRS-T2
  • TouchMe
  • Trekstor E-Book Player 3.0
  • iPad2
  • Pro-Line Tablet-PC M-728

Praktisch finde ich an dieser Angebotspalette besonders, dass neben den E-Book-Readern auch zwei Tablets zum Vergleichen angeboten werden. Die Frage, vor der ich nämlich stand, war nicht, ob ich mir ein Gerät kaufe, sondern ob es nun ein Reader oder Tablet werden soll.

An die “eBook Lounge” schließt sich direkt ein Informationsstand zur Online-Ausleihe von Büchern an, was natürlich sehr geschickt ist, da der Besucher so auch gleich erfährt, dass man mit den Readern und Tablets dann auch wirklich etwas anfangen und eBooks (ohne zusätzliche Kosten) ganz einfach lesen kann.

Ob es in anderen Büchereien wohl schon ähnliche Projekte gibt?

20 Okt

Responsive Webdesign: peter-neururer-buch.de

screeenshot

Wie gestalte ich eine Webseite so, dass sie sowohl auf dem einem kleinen Smartphone-Bildschirm als auch auf einem großen Widescreen-Monitor gut aussieht und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Nutzer eingeht?

Media Queries machen es möglich, für unterschiedliche Browserfenstergrößen unterschiedliche Stylesheets auszugeben und die Seite so auch ganz unterschiedlich aussehen zu lassen – obwohl der HTML-Code und die Inhalte gleich bleiben!

Für eine Microsite zur Biografie des Fußballtrainers Peter Neururer habe ich dies umgesetzt.

19 Okt

Überlegungen zum E-Book / Nachlese zur Buchmesse

Beim Young Professionals Day auf der Frankfurter Buchmesse gab es mehrere Vorträge, die sich mit aktuellen Entwicklungen in der Buchbranche beschäftigen. Besonders interessant war für mich der e-Publishing Workshop von Peter Schmid-Meil (@derlektor).

Auch wenn Schmid-Meils Workshop eigentlich nur Einführungscharakter hatte, hat er doch einige wichtige Punkte treffend, kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

“Es gibt keinen Schutz fuer Buecher / E-Books.”

DRM und Co. erschweren das Lesen von E-Books. Noch herrscht bei vielen die Ansicht vor, man müsse die Buecher schützen. Dass jeder Kopierschutz umgangen werden kann und eigentlich alles irgendwo (wenn auch nicht legal) im Internet zu bekommen ist, wird übersehen. Stattdessen machen es die Verlage dem Kunden schwer.

“Apple und Amazon sind erfolgreich, weil sie vom Kunden aus denken.”

Dazu ein Beispiel von mir: Ein Kollege wollte sich neulich ein E-Book auf sein iPad laden. Das ging aber gar nicht so einfach, denn er hatte keine App zum Lesen für das DRM-geschützte Buch. Eine andere Kollegin erklärte ihm, welche Schritte er unternehmen müsste, um das E-Book zu lesen. Er darauf: “Das ist ja, wie wenn ich ein Auto beim Händler kaufe, es dann aber erstmal 3 km schieben muss, um es aufzutanken, damit ich dann endlich losfahren kann.” Ich finde den Vergleich recht treffend.

Es wird nicht vom Kunden gedacht oder wenn, dann von “bösen” Kunden. Kunden, die E-Books zigfach herunterladen und kopieren und umsonst an alle ihre Freunde weitergeben. Schmid-Meil argumentiert so:

“Die Leute, die sich das Buch umsonst herunterladen, würden es nie bezahlen, denen ist es nichts Wert. Wir wollen die Personen als Kunden, die bereit sind, Geld auszugeben.”

Und genau diesen Personen sollte man es doch ermöglichen, ein E-Book mit all seinen Vorteilen zu genießen und es lesen zu können, wie, wann und wo sie wollen.

14 Okt

Frankfurter Buchmesse 2012 – ein Bericht für Bibliophile

Vom 12. bis 13. Oktober war auch ich auf der Frankfurter Buchmesse. Ich habe neue Apps und Programme bewundert, die das Lesen und Publizieren von Texten einfacher machen sollen, an Informationsveranstaltungen für den Nachwuchs teilgenommen (wie etwa der Führung “Enhanced Future” der Jungen Verlagsmenschen) und wie immer viele neue Leute kennengelernt.

Wenn zwischendrin noch Zeit war, bin ich durch die Hallen gestreift und habe Fotos geknipst. Ich war auf der Suche nach schön gestalteten Büchern, gemütlichen Ständen und besonderen Bucharrangements.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

Ein Bücherregal zum Stöbern bei Ullstein.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

An den japanischen Ständen war das Fotografieren nicht überall erlaubt.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

Am Stand von Thienemann war “Der Räuber Hotzenplotz” ganz präsent.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

Der Diogenes-Stand glänzt mit seinen Büchern natürlich vor allem strahlend-weiß, hat aber auch ein paar schöne Farbkleckser dazwischen.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

Schön arrangiert in Dunkelblau und Pink.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

Statt vieler Bücher an der Wand ein großes Bild vom “Mann im Mond”.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

Eine gemütliche Atmosphäre und – auf dem Bild nicht zu sehen – dazu Lesesessel, die zum Verweilen einladen.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

Büchertisch zum Erkunden beim Delius Klasing Verlag (das ist übrigens der Verlag, bei dem ich arbeite).

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

Die Bücherwand von Droemer Knaur ist wahrscheinlich jedem aufgefallen, der auch auf der Buchmesse war.

Bilder von der Frankfurter Buchmesse

03 Okt

Ich habe das perfekte E-Book gefunden!

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Nicht inhaltlich, sondern eher technisch. Das E-Book habe ich direkt bei A Book Apart, einem Magazin, das ich sowieso gerne lese, heruntergeladen. Es ist keine Registrierung notwendig und die Zahlung geht ganz einfach per Kreditkarte oder Pay Pal.

Danach kann ich das Buch direkt herunterladen, der Link zum Download bleibt eine Woche bestehen. Es stehen verschiedene Formate zur Auswahl.

Screenshot der Downloadmöglichkeiten

Was mich natürlich am meisten begeistert ist, dass ich das E-Book mit Read Mill öffnen kann. Read Mill bietet die Möglichkeit, ein E-Book nicht nur zu lesen, sondern auch Markierungen und Anmerkungen vorzunehmen und Zitate zu teilen – und das in einer übersichtlichen, schön gestalteten App.

Ein weiterer Vorteil: Dieses Buch ist ein Sachbuch, das ich immer mal wieder brauche. Bei Belletristik ist das anders. Habe ich einen Roman beendet, kann ich den beruhigt ins Regal stellen. Aber Sachbücher brauche ich immer wieder, an ganz verschiedenen Orten. Praktisch, dass ich es jetzt sogar mit auf die Arbeit nehmen und jederzeit etwas nachschlagen kann. Wenn es also möglich ist, dann greife ich bei Sachbüchern jetzt nur noch zum E-Book!

29 Sep

Bücher mit Prägedruck

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Momentan gibt es zwei Gestaltungsmöglichkeiten bei Buchcovern, die mir besonders gut gefallen: Einmal werden die Buchcover oder bestimmte Teile davon wie Bilder und Schriftzüge mit glänzender Folie überzogen. Die andere Möglichkeit besteht darin, die Schrift durch Prägedruck plastischer wirken zu lassen. Wenn beides kombiniert wird, sieht das einfach nur fantastisch aus!

Prägedruck bei die Flüsse von Longon

Die hier abgebildeten Bilder zeigen übrigens das Cover von Ben Aaronovitchs “Die Flüsse von London”.

27 Sep

Fukushima? Kein Problem!

Ich übersetze gerade ein paar Artikel aus der Yomirui (読売新聞), einer großen japanischern Zeitung. Eine kurze Meldung vom 11. März 2011, 18:26 Uhr, aus der – wie man nun im Nachhinein weiß – sehr kritischen Zeit lautet so:

地震のため、両機とも運転を停止したが、原子炉を冷却するシステムが復旧しないという。同本部によると、2~3日は問題ない見通し。 (yomiuri.co.jp)

Übersetzung
Durch das Erdbeben wurden beide Reaktoren automatisch abgeschaltet, aber das System zur Kühlung der Kernreaktoren könne nicht wieder in Gang gesetzt werden, hieß es. Der Katastrophenzentrale zufolge werden für die nächsten 2 bis 3 Tage keine Probleme vorhergesehen.

Also: Die Kühlung ist ausgefallen, aber trotzdem gibt es keine Probleme? Jetzt aus der Rückschau scheint die Berichterstattung ganz schön gruselig. War sie für mich damals nicht, denn ich wusste noch gar nichts vom AKW, da ich nach dem Beben kein Internet hatte. Und das war auch erstmal gut so.