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Aug. 27

Leseliste Germanistikstudium

“Wenn man Germanistik studiert, muss man ziemlich viel lesen.” Bisher hat sich diese “Androhung”, die ich von jedem Studienberater, mit dem ich geredet habe, bekommen habe, aber noch nicht bewahrheitet. Oder findet ihr vier Bücher für ein ganzes Semester viel?

Zugegeben, das ist jetzt nur das Pensum für ein Semester Literaturwissenschaft. Zur Linguistik wird es noch extra Lektüre geben. Und natürlich muss ich für die Hausarbeiten dann noch mehr Sekundärliteratur lesen. Aber wenn man gerne liest, ist ein Germanistikstudium glaube ich zu bewältigen. Also lasst euch nicht von der Studienberatung einschüchtern ;-)

Übrigens, das sind die vier Romane:

Kommentare (16)

Katrin von Saiten

Huhu Friderieke! Nein, 4 Bücher für ein Semester sind nicht viel in Germanistik, bei mir waren es letztes Semester glaube ich 14 oder so. Aber letztendlich variiert das von Mal zu Mal und es kommt ja auf die Qualität an ;) Der Erfahrung nach gibt es außerdem immer noch irgendein Buch, das nicht von vornherein auf der Liste stand :)

Viel Spaß mit der Lektüre!

Liebe Grüße
Katrin

Aug. 27

Stephie

Naja, ich denke mit viel Lesen sind nicht nur ganze Bücher gemeint. Ich muss zB extrem viel für’s Studium lesen, aber eigentlich nie ganze Bücher sondern immer nur verschiedene, lange Texte oder eben die Seiten langen Urteile der obersten Gerichte, das kann auch ganz schön viel sein.

Aug. 27

Friederike

@Katrin von Saiten: interessant! Waren das denn alles Bücher zu einem Thema oder alles querbeet? Und es gibt ja noch einen Unterschied, ob man z.B. Manns Zauberberg liest oder Schillers Räuber.

@Stephie: ja, aber das zähle ich nicht dazu. Denn Sekundärtexte lesen muss ich auch in meinem anderen Studienfach, dass ein sozialwissenschaftliches Fach ist. Und ich glaube lesen muss man in jedem anderen Fach auch (außer vielleicht in Mathe, da ist ja alles extrem verkürzt auf Formeln). Aber wenn man schon Literatur studiert, müsste man doch “mehr” lesen, oder?

Aug. 27

Katrin von Saiten

Ich habe ein Seminar zur Geschichte der Mädchenliteratur belegt, da waren 10 Bücher von “Nesthäkchen” über “Die rote Zora” bis “Prinz William, Maximilian Minsky und ich” angesagt. Im Seminar “Literarische Liebeskonzeptionen” gab es dann die Mischung Wellershoff, Fontane, Goethe und von Lange.

Aug. 27

irina

Ein Germanistikstudium ist m.E. auch zu bewältigen, wenn man NICHT gerne liest. ;) Zumindest bin ich während meiner Studienzeit erschreckend vielen Kommilitoninnen begegnet, die die zu besprechenden Bücher nicht oder nur auszugsweise gelesen haben – und die haben das Studium trotzdem geschafft, waren aber halt in den Seminare die meiste Zeit unsichtbar.

Ansonsten kommts halt bzgl. des Umfangs der Semesterlektüre auch drauf an, ob die belegten Seminare eher in die Tiefe oder in die Breite gehen. Mir hat aber mal ein Dozent in einer ruhigen Stunde in der Kneipe nach ner Lesung geflüstert, dass er es inzwischen vermeidet, mehr als drei oder maximal vier Bücher pro Seminar zu besprechen, weil mit jedem Buch die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass die Studenten a) sein Seminar belegen und b) die Bücher auch lesen. (Der Gute war noch ziemlich jung und – gelinde gesagt – wirkte er damals einigermaßen frustriert! ;))

Aug. 27

Friederike

@Irina: ja, sowas gibt´s ja auch schon in der Schule. Je nachdem, was man nachher macht, braucht man die Bücher ja auch nicht. Wenn man aber Deutschlehrer werden will, finde ich sowas nur peinlich.

Also bei den Seminaren dieses Jahr gibt es auch relativ viel Erzählungen, Lyrik und so, also alles kürzere Sachen. Vielleicht ja nicht ganz ohne Zufall…

Aug. 28

Bücherchaos

Huhu,

dass ist ja mal interessant und gut zu wissen. Werde ja ab Oktober auch Germanistik studieren und wirklich jeder sagte bis jetzt genau diesen Satz:” Du musst viel lesen!”

Aber vier Bücher scheinen kein Problem zu sein, und wenn’s mehr wird ist es halt so.

LG Franzi

Aug. 29

Friederike

Du wirst doch in Bielefeld studieren, oder? Du musst mich mal auf dem Laufenden halten, wie es dort so ist (wobei ja immer eine Bewertung, wenn man noch nichts anderes kennt, schwierig ist). Ich überlege nämlich, meinen Master in Bielefeld in Literaturwissenschaft zu machen :)

Aug. 29

Bücherchaos

Ja, ich werde in Bielefeld studieren ;) Klar kann ich dich auf dem Laufenden halten! Bin schon ganz gespannt und hippelig ;)

Aug. 29

Holly

@irina Hieß der zufällig Harald? *g* Obwohl der sich ja heutzutage sogar abgewöhnt, mit Lehramtstudenten zu reden – die lesen eh nie. *grummel* (Und damit hat er bei den meisten nichtmal so unrecht…)

Aber über 4 Büchern war ich bis jetzt jedes Semester. Von Readern will ich gar nicht anfangen.

@Katrin *Neid* Deine Seminare klingen immer tausendmal besser als meine.

Aug. 29

Ailis

Irgendwie ist mein Kommentar ja verloren gegangen, daher versuche ich es noch mal: 4 Bücher ist meiner Meinung nach extrem wenig für ein Semester, das erwarte ich eher pro Seminar. Und ich kann auch nur empfehlen, die Leseliste unabhängig von Seminarinhalten durchzuackern, denn in der Abschlussprüfung wird alles vorausgesetzt. Zumindest war das bei mir so, aber das war auch noch Magister, wie es beim Bachelor ausschaut entzieht sich meiner Kenntnis. :)

Aug. 29

Friederike

@Ailis: Es gibt zwar eine Leseliste, aber die ist nicht Voraussetzung für irgendeine Abschlussprüfung. Es gibt Modulabschlussprüfungen, aber da wird immer nur das vom jeweiligen Semester vorausgesetzt. Und die Bachelorarbeit ist ja sowieso nur eine Literaturarbeit.

Aug. 31

Ailis

Dann hat sich in der Tat einiges geändert… :)

Aug. 31

Constanze

Liebe Friederike,

ich studiere auch Germanistik in Salzburg. Ich muss sagen, dass es bei mir von Semester zu Semester und von Kurs zu Kurs sehr variiert.
Im kommenden Semester werde ich zum Beispiel meine erste Bachelorarbeit über Grass, Walser und Lenz schreiben. Allein für diesen Kurs werde ich wohl so um die 12/13/14 Bücher lesen “müssen”.
Ich muss aber auch sagen, dass ich bisher viele Seminare hatte, in denen fast nichts zu lesen war. Ich denke auch – wie schon gesagt – dass das von Professor zu Professor unterschiedlich ist!
(Nur mal ein Einblick in das Salzburger Germanistikstudium. ;) )

Sep. 02

Ada Mitsou

Bei meiner Uni war das damals anders. Ich bin davon ausgegangen, dass ich im Studium viel lesen würde, letztlich waren es in drei Semestern sage und schreibe zwei Bücher, eins für Mittelhochdeutsch und eins für ein Seminar.
Allerdings fand ich das ganze System damals ziemlich bescheiden. Ich war eine der letzten, die auf Magister studiert haben. In den Seminaren wurden wir schon gar nicht mehr erwähnt oder beachtet und manche Dozenten wussten gar nicht, welche Leistungsnachweise wir bringen mussten. In Mittelhochdeutsch z.B. hätten wir eine kleine Hausarbeit schreiben müssen. Die Dozentin war jedoch der Meinung wir müssten ein Referat, eine schriftliche Ausarbeitung davon und eine Klausur schreiben. Nachher meinte sie dann, dass sie da wohl Unrecht gehabt hätte.
Ein Englischdozent gab vor dem Semester an, dass man den und den LN bei ihm machen könne. Nach den Tests und am Ende der Veranstaltung war das Ganze plötzlich nicht mehr Wert als ein bloßer Anwesenheitsschein (den ich für mein Studium nicht brauchte). Ärgerlich!
Trotz, dass es auch kleine Lichtblicke gab, hat mir das alles das Studieren ein wenig verleidet.

Sep. 04

Ailis

@Ada: Oh, das kann ich so gut mitfühlen, zumindest was das Unwissen der Dozenten zum Magister anbelangt. Ich habe nach dem Grundstudium sogar die Uni gewechselt, in der Hoffnung, dass eine große Uni da besser organisiert ist – Pustekuchen! :-D
Was den Leseumfang anbelangt, hatte ich allerdings genug zu tun, an beiden Unis. Und alles, was ich während des Studiums nicht in Seminaren gelesen hatte, musste ich zur Prüfung selber durchackern, denn die Literaturliste wurde als gelesen vorausgesetzt.

Sep. 07

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