23. Januar 2012

Wie ein Cover den Kauf beeinflusst

Wie ein Cover den Kauf beeinflusst Coverbild

Deutlicher als bei diesem Buchkauf ist mir noch nie aufgefallen, wie wichtig für einen Kauf doch das richtige Buchcover sein kann und wie stark ich meine Kaufentscheidung davon abhängig mache.

Alles begann damit, dass ich Lycidas von Christoph Marzi in einer Bahnhofsbuchhandlung ausliegen sah – und zwar das rechte Cover mit dem Mädchen. Ich bin sofort darauf aufmerksam geworden, da mich die Aufmachung an Flavia de Luce erinnerte. Neugierig habe ich mir das Buch also angesehen. Ich habe es dann aber schließlich doch zurückgelegt, da ich erst recherchieren wollte, ob sich ein Kauf überhaupt lohnt. Darüber habe ich das Buch dann schließlich ganz vergessen.

Heute ist mir das Buch aber unerwartet wiederbegegnet. Diesmal in einer großen Buchfiliale und diesmal standen beide Buchausgaben nebeneinander. Auf die Buchausgabe mit dem Uhrenturm und der goldenen Schrift wäre ich nie aufmerksam geworden. Ich hätte das Buch als “irgend so ein Fantasykram” abgestempelt und wäre weitergegangen.

Das zweite Cover mit dem Mädchen dagegen, die neugestaltete Ausgabe von Lycidas, hat mich neugierig gemacht. So hat Marzi nun doch noch eine Leserin mehr und ich freue mich auf den über 800 Seiten dicken Schmöker.

Autorin des Artikels

Friederike gründete Blauraum im Juli 2010. Neben Blauraum betreibt sie außerdem einen Blog über japanische Literatur.

11 Responses to “Wie ein Cover den Kauf beeinflusst”

  1. Stefanie sagt:

    Das finde ich interessant, mich hätte jetzt eher das Cover mit Big Ben angesprochen. Ich bin aber mal gespannt, wie du das Buch findest, ich habe schon so viele negative und positive Meinungen gehört, dass ich gar nicht weiß, was ich glauben soll.

  2. Alexandra sagt:

    Hallo Friederike,

    ich muss sagen, ich war nie ein Coverkaufmensch. Ich habe hier sehr viele Bücher die nicht umbedingt grässlich sind aber eher neutral bis langweilig gestalltet sind und doch hab ich sie gekauft und gelesen. Ich Suche meine Bücher nach dem Bauchgefühl aus, da hilft auch noch so ein super Cover nichts.

    Aber klar freu ich mich wenn ein Cover schön ist und ich es im Buchregal stehen habe und ja, manche erregen auch bei mir mehr oder weniger Aufmerksamkeit.

    Aber ich hab das selbe Empfinden wie du bei den beiden Covers. Da gefällt mir das rechte um weiten besser! Aber dennoch, kaufen tu ich es dennoch nicht, einfach weil der Funke nicht überspringt :D

    Liebe Grüsse
    Alexandra

  3. Friederike sagt:

    @ Stefanie: Ich glaube das entscheidende für mich war eben die Verknüpfung mit Flavia de Luce. Ja, ich habe auch schon viel Negatives gelesen, deshalb bin ich jetzt selbst neugierig. Bei kontrovers besprochenen Büchern macht das Lesen dann umso mehr Spaß! :)

    @Alexandra: Dieser Kauf war auch eher die Ausnahme. Normalerweise leihe ich mir auch viel aus der Bücherei aus, da haben die gebundenen Bücher teilweise ja gar keine Cover.

  4. Anne sagt:

    Das rechte Cover ist zwar moderner und grafisch sehr gelungen, aber – wie ich finde – auch stark auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet. Da ich über den Inhalt nichts weiß, würde ich es wohl vorschnell in die Schublade “Teenie-Mädel-Manga-Kram” einordnen…

  5. Liebe Friederike,
    mir geht es wie dir. Cover sind mir, wenn ich das Buch nicht kenne, sehr wichtig! Ich hätte mich allerdings für keines der beiden Cover interessiert. Schwarz-Weiß Aufnahmen und Fotos im allg. finde ich spannend.

  6. Die Leserin sagt:

    Ich oute mich hier mal – ich lege viel Wert auf die äußere Gestaltung eines Buches. Gibt es zwei oder mehr Ausgaben, dann suche ich mir auch die schönste raus. Das darf dann auch mehr Kosten. Klar, der Inhalt ist der gleiche, aber irgendwie isst mein Auge mit ;)

    Natürlich muss das Cover aber nichts über den Inhalt sagen. Wenn ich Bücher geschenkt bekomme, sind oftmals welche dabei, die ich so nie angerührt hätte und dann bin ich froh, sie doch entdeckt zu haben.

    Bei manchen Covern frage ich mich aber auch, wie diese überhaupt zum Buch passen. Gerade geht es mir so mit einem Buch von Barbara Wood. Auf dem Cover sieht man eine Frau im Blümchenkleid am Strand stehen – es handelt sich dabei um einen Thriller. Was ich bisher gelesen habe, passt so gar nicht dazu, wobei das natürlich auch nichts über die Qualität aussagt. Aber es erwirrt schon, wenn man in der Buchhandlung stöbert und dann etwas ganz anderes bekommt, als auf dem Cover zu erwarten war.

  7. Julia sagt:

    Ich finds ja lustig, dass da beide Cover nebeneinander standen – vielleicht war da irgendwo eine versteckte Kamera, um zu sehen, welche Kunden welches Cover nehmen (jung-alt, männlich-weiblich…)? ;)
    Persönlich spricht mich auch eher das linke an (ich hatte da auch eher Annes Assoziation), wobei ich selbst wohl eher weniger nach Cover kaufe. In den letzten Jahren habe ich eher gezielt gekauft und bin seltener in den Laden gegangen, um mich inspirieren lassen.

  8. Tanja J sagt:

    Ich bin gespannt ob dir das Buch gefallen wird. Du schreibst, dass du beim ersten Mal ans Buch vorbeigegangen bist…

    Es ist lange her als ich Lycidas gelesen hatte. Meine Meinung war gespalten, doch letztlich hatte mich diese Geschichte in ihren Bann ziehen können.

  9. Friederike sagt:

    Mir geht es momentan genauso. Inzwischen bin ich schon beim dritten Band. Eine Rezension für die gesamte Trilogie folgt bald!

  10. Annegret sagt:

    Ich gestehe, daß ich immer erst nach dem Cover und dann nach dem Klappentext schaue. Wenn das Cover schon viel hermacht, ist das für mich immer ein Pluspunkt. In diesem Fall würde ich das linke Cover mit dem Big Ben vorziehen. Denn ich habe ein Faible für Geschichten aus England.

  11. Tanja J sagt:

    Auf deine Rezension der gesamten Trilogie freu ich mich jetzt schon. Hurra! Die Fortsetzung muss ich mir leider erst noch zulegen. Bei mir steht übrigens die Lycidas Ausgabe mit dem Uhrenturm im Regal. Das Cover finde ich eigentlich ganz nett.

    Nur hatte ich das Gefühl, dass das Buch mit dem Original Cover -selbst nach nur einmaligem durchlesen- ganz schön abgenutzt aussah. Egal, wenn ein Buch so halb auseinander fällt, hat das Charme.

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